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20.07.2012

Frieden um B1-Kanal: Starker Regen zuletzt ohne Folgen

Ortstermin in der Schellerter Dorfstraße: Anwohner Heinrich Preine, Fachbereichsleiter Andreas Diehl, Winfried Brandes, Bürgermeister Axel Witte, Dipl. Ing. Jens Bühmann und Steven Kempe (von links, Foto: Wiechens)
(Schellerten/htw) Frieden am Kanal: Die Sprecher der Initiative „Interessengemeinschaft hochwassergeschädigter Anlieger in der Dorfstraße und Berliner Straße" Winfried Brandes, Heinrich Preine und Steven Kempe hatten im Oktober des vergangenen Jahres Hochwasserschäden durch Rückstauprobleme im Regenwasserkanal in den beiden Straßen gegenüber der Gemeinde beklagt. 

Die Häuser mehrerer Anlieger hätten bei starkem Regen regelmäßig im Hochwasser gestanden. Dabei drückte das Wasser besonders durch die Wände der Altbauten, kroch in die Hohlwände und unter gedämmte Fußböden. Die Hausbesitzer konnten die Schäden nur mit Hilfe teurer Trockenanlagen sanieren.

Sie listeten deshalb auf, was ihrer Ansicht nach nötig wäre, um die Probleme zu beheben. Besonders die letzten 70 Meter der Ortsentwässerung und der bis zu einem Drittel versandete Durchlass unter der Bundesstraße 1, der als Düker nahezu kein Gefälle hatte, ärgerten die Anwohner. Jetzt haben beide Seiten Frieden geschlossen, da die Gemeinde wesentliche Forderungen der Anlieger in den vergangenen Wochen erfüllt hat. Sie baute den Düker etwas um und entlastete den Hauptkanal im unteren Bereich der Dorfstraße.

Das Wetter gab den Schellertern zuletzt reichlich Gelegenheit, herauszufinden, ob das was gebracht hat. Und tatsächlich: Wieder regnete es stark, doch ohne verheerende Folgen für die Häuser. BürgermeisterAxel Witte hatte die drei Männer von der Interessengemeinschaft jetzt ins Rathaus eingeladen, um sie im Detail über die Arbeiten der Gemeinde zu informieren. Mit dabei waren auch Bauamtsleiter Andreas Diehl und Jens Bühmann vom Ingenieurbüro Pabsch & Partner. Witte bemerkte, dass die Kommune dem Thema bereits im Jahr 2007 Priorität eingeräumt habe.

Unter anderem habe die Gemeinde den Vorflutkanal ausbaggern lassen und das Regenrückhaltebecken vergrößert. Witte stellte klar, dass die Gemeinde nicht erst durch die Proteste der Anwohner aktiv geworden sei: „Der jetzige Erfolg hat viele Väter.“ Allerdings sei nicht alles so schnell gegangen wie vielleicht gewünscht, das Projekt koste schließlich Geld und sei an enge gesetzliche Vorgaben gebunden.

Den Ausbau der B 1 bezeichnete Witte dabei als „Glücksfall“ – das beide Vorhaben parallel gelaufen seien, habe die Gemeinde sparen können. Zudem sei eine Ausschreibung wegen überhöhter Preise der Anbieter wieder aufgehoben worden. „Der Vorwurf, die Gemeinde habe gemauert, ist nicht gerechtfertigt.“ Beim ersten Schritt habe man für beide Seiten „etwas Optimales“ erreicht. Witte sagte zu, dass sich die Gemeinde möglichst kurzfristig weiter nach Süden vorarbeitet, dabei soll eine Kamera den Zustand des Kanals aufnehmen.

(geänderter) Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors (Hans-Theo Wiechens/Hildesheimer Allgemeine Zeitung)

Bild: Ortstermin in der Schellerter Dorfstraße: Anwohner Heinrich Preine, Fachbereichsleiter Andreas Diehl, Winfried Brandes, Bürgermeister Axel Witte, Dipl. Ing. Jens Bühmann und Steven Kempe (von links, Foto: Wiechens) 


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