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05.04.2021

Corona: Landkreis lässt Kita- und Schulbesuch wieder zu

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7-Tage-Inzidenz liegt seit 2. April unter dem Schwellenwert von 100

Der Landkreis Hildesheim, der seit 30. März als Hochinzidenz-Kommune gilt, unterschreitet seit 2. April die Zahl von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern pro Woche. Da nach Einschätzung des Landkreises diese 7-Tage-Inzidenz von Dauer sein wird, hat der Landkreis heute eine Allgemeinverfügung veröffentlicht, die ab 7. April den Besuch von Kindertageseinrichtungen und Kinderhorten sowie die Wiederaufnahme des Schulunterrichts für alle Schuljahrgänge wieder erlaubt. Auch wenn in Niedersachsen derzeit Osterferien sind, ist die Zulassung aus formellen Gründen auch für den Schulbesuch notwendig. Grundlage der Allgemeinverfügung ist die geltende niedersächsische Corona-Verordnung, die für Hochinzidenz-Kommunen die Kita- und Schulöffnung wieder zulässt, wenn die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 Fälle je 100.000 Einwohner*innen sinkt.

Basis für die Entscheidung ist die offizielle 7-Tage-Inzidenz des Landesgesundheitsamtes. Am 31. März sank der Wert für den Landkreis mit 97,2 erstmals wieder unter den relevanten Schwellenwert von 100. Am Folgetag (1.4.) lag die Inzidenz aufgrund einer fehlerhaften Datenübermittlung zunächst bei 57,3, wurde dann aber nach einer Datenkorrektur vom Landesgesundheitsamt auf 100,8 angepasst. Am 2. April sank der Wert erneut unter 100 und hält sich erst seit diesem Datum stabil unter dieser Marke. Am 4. April war dann der maßgebliche Zeitraum von drei aufeinanderfolgenden Tagen mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 Fälle erreicht.

Aufgrund der Ostertage hat der Landkreis Hildesheim die Wiedereröffnung auf Mittwoch (7. April) festgelegt. „Die Leitungen der Kindertageseinrichtungen müssen die Möglichkeit haben, ihre Beschäftigten zu informieren und die organisatorischen Vorbereitungen zu treffen. Und auch die Eltern müssen über die neue Situation informiert werden. Durch die Feiertage hätten wir das nicht sicherstellen können. Hier war also eine Abwägung zwischen den Interessen der Eltern an einer zeitnahen Kinderbetreuung und einer realistischen Möglichkeit der Umsetzbarkeit für die Kitas zu treffen“, begründet Erste Kreisrätin Evelin Wißmann den Öffnungszeitpunkt.

Zu beachten ist, dass der Landkreis Hildesheim trotz Kita- und Schulöffnung nach wie vor als Hochinzidenz-Kommune gilt. Der Status einer Hochinzidenz-Kommune kann erst beendet werden, wenn die 7-Tage-Inzidenz an sieben aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 Fälle je 100.000 Einwohner*innen sinkt. Auch dafür bedarf es einer erneuten öffentlichen Bekanntmachung des Landkreises. „Sofern sich über Ostern alle an die geltenden Kontaktbeschränkungen gehalten haben, besteht eine gute Chance, dass auch die noch bestehenden Einschränkungen zeitnah aufgehoben werden können“, so Evelin Wißmann. Ob diese Lockerungen tatsächlich eintreten können, wird sich an der Entwicklung der Infektionszahlen in den nächsten Tagen ablesen lassen.