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18.09.2015

Für eine bessere Zukunft von Frauen und Männern

Logo Gleichstellungsstelle
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(LKHi 15-0 ) - 23. Bundeskonferenz kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen in Rostock erfolgreich zu Ende gegangen -

Kreis Hildesheim (lps) Die Gleichstellungsbeauftragten Angela Geweke vom Landkreis Hildesheim und Karin Jahns von der Stadt Hildesheim ziehen das Fazit: „Auch Gleichstellungspolitik unterliegt den gesellschaftlichen Veränderungen. Wir müssen uns mit neuen, zukunftsorientierten Themen befassen, z.B. der globalen Digitalisierung und ihren Auswirkungen auf Frauen und Männer. Gleichstellungspolitik 3.0 heißt aber auch, sich immer wieder mit den eigentlich seit Jahrzehnten bekannten Themen in ihrer aktuellen Entwicklung auseinanderzusetzen.“

Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig eröffnete die Konferenz und betonte: „ich schätze die Arbeit der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten sehr. Ohne sie wäre vieles nicht möglich. Aktuell ist die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen eine der größten Herausforderungen vor Ort. Besonders die Frauen und Kinder, die bei uns ankommen und Schutz suchen, sind durch Krieg und Gewalt schwer traumatisiert. Ich begrüße es daher sehr, dass Sie sich vor Ort dafür stark machen, dass auf die Bedürfnisse dieser Frauen so gut es geht Rücksicht genommen wird. Dazu gehört eine angemessene Unterbringung ebenso wie der Zugang zu speziellen Beratungsangeboten. Dies ist nur ein Beispiel, wie sehr Ihre Arbeit gebraucht wird. Sie unterstützen, wo Frauen ganz konkrete Hilfe suchen.“

Mehr als 350 Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte aus allen Bundesländern nahmen an der Konferenz teil. Die Themen in den verschiedenen Workshops reichten von Cybermobbing und der digitalen Gewalt an Frauen mit Anne Wizorek als Impulsgeberin über geschlechtergerechte Arbeitszeiten bis zur kritischen Betrachtung unseres Gesundheitssystems.

„Drohungen, Beleidigungen und Hasskampagnen müssen im Netz genauso geahndet werden wie im realen Leben“ so Karin Jahns, die an dem Forum mit Wizorek teilnahm. „Niemand darf sich sicher fühlen, weil er der Person, die er beleidigt, nicht in die Augen schauen muss.

Inwieweit entsprechen Teilzeitarbeit für Frauen und Vollzeitarbeit für Männer noch den Wünschen und Erwartungen junger Menschen, besonders von Elternpaaren? „Immer mehr Väter in unserer Region wollen weniger arbeiten und mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen“, weiß Angela Geweke. „Eine moderne Familienpolitik in Betrieben und Verwaltungen ermöglicht Frauen und Männern familiengerechte Arbeitszeiten“.

Zentrale Forderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros sind:

Bessere Rahmenbedingungen für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte!, Weiterer Ausbau der Kinderbetreuung!, Gleiches Geld für vergleichbare Arbeit!, Flüchtlingsfrauen und –mädchen brauchen besondere Unterstützung.

Diesen Forderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft schließen sich Angela Geweke und Karin Jahns an.

Bundeskonferenz 2015
Bundeskonferenz 2015

Karin Jahns und Angela Geweke, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt und des Landkreises Hildesheim