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Talentiert und engagiert: Ulrike Granobs

Es ist ein gutes Gefühl sich für etwas einzusetzen, das man als wichtig erachtet.

Foto Ulrike Granobs
Foto Ulrike Granobs

„Man sollte nicht immer gleich resignieren. Kleine Schritte gehen und Ziele nicht aus den Augen verlieren“, so beschreibt Ulrike Granobs eines ihrer Lebensmottos.

Die aktive 64jährige Hildesheimerin engagiert sich im Seniorenheim Christophorusstift als Bewohnerfürsprecherin. Sich ehrenamtlich einzusetzen, damit hat sie bereits vor 25 Jahren in einer Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende wertvolle Erfahrungen gesammelt. Hier erfuhr sie, wie hilfreich es sein kann, wenn Menschen in gleichen Lebenssituationen sich zusammenfinden, Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig unterstützen.

Die Aufgabe  der Bewohnerfürsprecherin kam auf sie zu, als ihre Mutter in den Stift einzog. „Bei meinen Besuchen dort“, erzählt Ulrike Granobs weiter, „ist mir schnell deutlich geworden, wie wertvoll es ist, wenn Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Angehörige eine Möglichkeit haben, ihre Bedürfnisse und Wünsche mitzuteilen an jemanden, der als Verbindung zwischen ihnen und der Heimleitung Wege des gemeinsamen Austausches anregt und vermittelnd tätig sein kann.“ So könne man gemeinsam daran arbeiten, auftretende Schwierigkeiten oder Probleme zu benennen und  miteinander Lösungen zu finden. Unterstützung  für ihre ehrenamtliche Arbeit erfährt sie durch die Heimleitung und die Heimaufsicht. Granobs bietet den Bewohnerinnen und Bewohnern Zeit und ein offenes Ohr für ihre Probleme und Wünsche. Ein aufgestellter Kummerkasten im Stift sammelt Anregungen und alles, was auf dem Herzen lastet. Mit Flyern informiert sie über ihr Angebot. Besonders wichtig ist Granobs auch der Kontakt zu den Angehörigen. Im Stift ist mit ihrer Unterstützung eine Angehörigengruppe entstanden, die sich bei Bedarf zum Erfahrungsaustausch trifft.

Ulrike Granobs schätzt an ihrer Tätigkeit das gute Gefühl, sich für etwas Wichtiges einzusetzen. Es bereitet ihr Freude, wenn Dinge zum Besseren gewendet werden konnten, auch wenn das manchmal Zeit und Geduld erfordert. An der reichen Lebenserfahrung der Seniorinnen und Senioren teilzuhaben, betrachtet sie als Bereicherung für ihr eigenes Leben. „Es schärft den Blick darauf, was wirklich wichtig ist im Leben“, resümiert sie. „Ich fühle eine große Dankbarkeit dafür. Und es macht mich aufmerksamer für die Frage, wie ich mir später mein Leben im Alter vorstelle. Und was zu tun dazu jetzt vielleicht schon nötig ist.“

Die Tätigkeit der Bewohnerfürsprecherin bezieht sich auf den Zeitraum von 2 Jahren, dann wird neu gewählt. Ulrike Granobs wird auch bei der nächsten Wahl zur Stelle sein.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Marina Stoffregen