Sprungziele
Seiteninhalt

Wirklichkeit und Visionen - Strategien für eine erfolgreiche Gleichstellungsarbeit

(LKHi 14-01 )  22. Bundeskonferenz kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen in Potsdam

Die Zeit ist reif für Veränderung! Dieses Fazit ziehen die Gleichstellungsbeauftragten Ursula Geiger aus Bad Salzdetfurth, Angela Geweke vom Landkreis Hildesheim und Karin Jahns aus der Stadt Hildesheim nach der Teilnahme an der 22. Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Deutschlands in Potsdam.

Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig begrüßte mehr als 400 Teilnehmerinnen und betonte zur Eröffnung der Bundeskonferenz die Wichtigkeit der Gleichstellungsarbeit vor Ort: „Sie sind das Fundament für die Gleichberechtigung in den Kommunen“, sagte Schwesig und versprach ihre politische Unterstützung. „Ich setze mich dafür ein, dass Frauen und Männer die gleichen Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten haben“, sagte die Bundesministerin. „Wir wollen erstens die Lohnungerechtigkeit zwischen Frauen und Männern beseitigen: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit muss Wirklichkeit werden. Zweitens muss der Anteil von Frauen in Führungspositionen erhöht werden und drittens die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer verbessert werden.“

In ihrer Ansprache betonte Schwesig, es sei ihr ein zentrales Anliegen, die Ungerechtigkeiten, die für Frauen vor allem in der Arbeitswelt bestehen, zu beseitigen. Es gelte, die partnerschaftliche Verteilung der Aufgaben zwischen Frauen und Männern – ob in der Familie, im Beruf oder der Gesellschaft zu ermöglichen und zu fördern.

Der Brandenburger Frauen- und Familienminister Günter Baaske forderte die Parteien auf, mehr Frauen für Kommunalwahlen und Landesregierungen aufzustellen. In der Region Hildesheim ist der Frauenanteil in den Gremien mit einem Drittel deutlich höher als im Durchschnitt. Deutlich schlechter sieht es in Aufsichtsräten und Führungsetagen der kommunalen Töchterunternehmen aus. Auch da besteht dringender Handlungsbedarf.

Die Gleichstellungsbeauftragten aus Stadt und Landkreis Hildesheim positionieren sich eindeutig: „Eine erfolgreiche Gleichstellungspolitik für Frauen und Männer braucht Personal, Zeit und Geld. In Zukunft wird es Gleichstellungspolitik für beide Geschlechter geben. Dafür müssen ausreichend Ressourcen bereitgestellt werden. Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte brauchen weiterhin Unterstützung in Politik und Verwaltung sowie Sanktionsmöglichkeiten, wenn das Gleichberechtigungsgesetz missachtet wird.“

Ministerin Schwesig
Ministerin Schwesig
Bundesministerin Manuela Schwesig  eröffnete die Bundeskonferenz