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Fällt die Schule aus oder nicht?

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Wenn der Landkreis im Schnee versinkt, Blitzeis den Weg zur Schule gefährlich macht oder orkanartige Böen für Gefahr sorgen, kann diese Frage durchaus knifflig sein. Das Schulamt der Hildesheimer Kreisverwaltung infomiert deshalb über das für diesen Fall vorgesehene Verfahren.
Lt. Erlass des Kultusministeriums kann Unterrichtsausfall für einen oder mehrere Tage angeordnet werden, soweit extreme Witterungsverhältnisse – das können auch Stürme mit Orkanböen sein - herrschen oder zu erwarten sind, aufgrund derer die Schülerbeförderung nicht mehr durchführbar ist oder die Zurücklegung des Schulweges eine unzumutbare Gefährdung darstellen würde.

Landkreis entscheidet in Abstimmung mit der Polizei
Die Entscheidungsbefugnis hierüber liegt grundsätzlich bei den Landkreisen und kreisfreien Städte. An der Entscheidungsfindung ist die örtliche Polizei maßgeblich beteiligt. Wenn die Hildesheimer Polizeiinspektion aufgrund dort eingehender Meldungen zu der Einschätzung kommt, dass sich die Verkehrslage auf den Straßen witterungsbedingt kritisch entwickelt, nimmt sie Kontakt mit dem Leiter des Schulamtes der Kreisverwaltung auf. Dieser trifft dann die Entscheidung über einen etwaigen Unterrichtsausfall. Wird die Schule abgesagt, meldet die Polizei dieses an das Lage- und Führungszentrum der zuständigen Polizeidirektion.

Wie erfahren Sie vom Schulausfall ?
Das Lage- und Führungszentrum der zuständigen Polizeidirektion veranlasst die Durchsage über die regionalen Rundfunksender im Rahmen der Verkehrsmeldungen.
Die Verkehrsmanagementzentrale des Landes Niedersachsen gibt außerdem alle Schulausfälle in Niedersachsen unter http://www.vmz-niedersachsen.de  bekannt.
Zeitgleich erfolgt unter der Rubrik "Aktuelles" auf der Homepage des Landkreises - www.LandkreisHildesheim.de - ebenfalls eine Benachrichtigung über den Unterrichtsausfall.
Eine weitere Möglichkeit bietet die kostenlose App www.biwapp.de/Hildesheim .
Schließlich informiert auch die Schulfrei-App (www.schulfrei-app.de) über den Ausfall. Deren Download müsste allerdings von den Schülerinnen und Schülern bezahlt werden.

Nutzen Sie bitte diese offiziellen Informationsquellen ! Leider hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass Informationen in Foren oder anderen SocialMedia-Quellen nicht immer zuverlässig bzw.  irreführend sind.

Wer entscheidet für die Schulen im Stadtgebiet ?
In der Vergangenheit wurde der Landkreis schon mehrfach gefragt, ob der Unterrichtsausfall regional begrenzt angeordnet werden könne, weil die Gefahr durch extreme Straßenverhältnisse häufig lokal beschränkt sei. Die Gefahr durch Eis und Schnee sei in größeren Ortschaften oft geringer als auf der Landstraße. Darum und weil ein Teil der Hildesheimer Stadtschüler nicht auf Busse angewiesen ist, haben Kreis- und Stadtverwaltung in Absprache mit dem Kultusministerium vereinbart, dass die Entscheidung über den Unterrichtsausfall für Schulen im Stadtgebiet die Stadtverwaltung trifft. Eine weitere lokale Differenzierung sei aber nicht möglich, so der Landkreis.

Wie verhalten sich Jugendliche, die im Landkreis wohnen, aber in der Stadt zur Schule gehen, wenn der Unterricht im Landkreis wegen Eisglätte abgesagt wird?
Sofern die Schulbusse in diesem Fall überhaupt fahren, können die Erziehungsberechtigten entscheiden, ob sie ihr Kind zur Schule schicken.
Eltern von Schülern der Klassen eins bis zehn dürfen ihre Kinder für einen Tag zu Hause behalten, wenn sie eine unzumutbare Gefährdung auf dem Schulweg durch extreme Witterungsverhältnisse befürchten. Das gilt auch, wenn kein genereller Unterrichtsausfall angeordnet ist oder Linienbusse trotzdem fahren. Bei einem Witterungsumschwung sind die Schulleitungen berechtigt, den Unterricht vorzeitig zu beenden, wenn zur Unterrichtszeit extreme Eisglätte oder Schneechaos auftreten oder zu erwarten sind und den Schülern dadurch ernste Gefahr auf dem Heimweg droht. Schüler des Primarbereiches dürfen aber nur dann vorzeitig nach Hause geschickt werden, wenn die Erziehungsberechtigten sie von der Schule abholen oder die Eltern sich mit der vorzeitigen Entlassung einverstanden erklärt haben.
Generell haben die Schulen organisatorisch sicherzustellen, dass Aufsichtspflichten auch gegenüber den Schülerinnen und Schülern erfüllt werden können, die in Unkenntnis des angeordneten Unterrichtsausfalls zur Schule kommen und nicht abgeholt werden können.

Holzminden entscheidet für Duingen
Eine Sonderregelung gilt für die Grundschule und die Außenstelle Duingen der Oberschule Delligsen. Die sind wegen des Schulverbundes Delligsen/Duingen mit der Entscheidung für die Schulen im Flecken Delligsen verknüpft. Die Entscheidung trifft der Landkreis Holzminden. Zusätzliche Auskunft geben die Schulen und das Schulamt der Kreisverwaltung, Telefon 05121/309-5141.