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10.05.2020

Corona: Welche gastronomischen Betriebe dürfen ab Montag wieder öffnen?

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Restaurants, Gaststätten, Biergärten im Freien, Imbisse, (Eis-)Cafés und Kantinen dürfen ab 11. Mai auch in Niedersachsen unter strengen Sicherheits- und Hygieneauflagen wieder öffnen. Bars, Clubs, Discotheken, Shishabars, aber auch Dorfkneipen und andere Betriebe, in denen der Schankwirtschaftsbetrieb den Speisewirtschaftsbetrieb deutlich überwiegt, müssen weiterhin geschlossen bleiben.

Um eine Ausbreitung des Corona-Virus zu vermeiden, müssen auch in gastronomischen Betrieben Kontakte zwischen Personen auf ein Minimum begrenzt werden. Daher dürfen maximal 50 Prozent der Sitzplätze gleichzeitig belegt werden. Im Gastraum muss zwischen den Tischen ein Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden. An einem Tisch dürfen nur Personen aus maximal zwei verschiedenen Haushalten sitzen. Zu allen anderen Gästen müssen sowohl Personal als auch Gäste den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten.

Nur das Service-Personal ist verpflichtet, Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Für die Gäste muss aber die Möglichkeit zur Handdesinfektion bestehen. Sie müssen über den betrieblichen Infektionsschutz und das angewendete Hygienekonzept per Aushang informiert werden. Gäste dürfen nicht in Kontakt mit vorher angerichteten Speisen kommen, daher sind Buffets oder offene Salatinseln zur Selbstbedienung nicht gestattet. Es darf daher ausschließlich am Tisch serviert werden; Selbstbedienung ist nur bei Ausgabe von fertigen Tellergerichten möglich. Offene Küchen sind generell nicht gestattet.

Damit der Zutritt gesteuert werden kann und Warteschlangen vermieden werden, soll idealerweise der Tisch vorher telefonisch reserviert werden. Der Betreiber des Restaurants muss den Namen und die Kontaktdaten eines jedes Gastes sowie den Zeitpunkt des Betretens und Verlassens der Einrichtung dokumentieren und drei Wochen aufbewahren, damit eine etwaige Infektionskette nachvollzogen werden kann. Die Daten müssen drei Wochen aufbewahrt und dann gelöscht werden. Gäste dürfen nur bedient werden, wenn sie mit der Dokumentation einverstanden sind. Durch diese strengen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen soll die Ansteckung mit dem Corona-Virus so weit wie möglich vermieden werden. Falls es aber trotzdem zu einer Ansteckung kommt, ist es wichtig, alle Personen, die mit der erkrankten Person in Kontakt standen, ausfindig zu machen.

Der Außer-Haus-Verkauf von Speisen und Getränken bleibt auch weiterhin möglich. Ab sofort dürfen die Speisen und Getränke jedoch auch wieder in einem Umkreis von 50 Metern zu dem Betrieb verzehrt werden. Es gelten dann hier nur die allgemeinen Abstandsregeln von 1,5 m zu Personen, die nicht im gleichen oder maximal einem zweiten Haushalt leben.