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(LKHi 16-4-11) In den Medien wurde in der letzten Zeit häufiger über die medizinische Versorgung von Flüchtlingen in Notunterkünften und Erstaufnahmeeinrichtungen, sowie von Asylbewerbern in Gemeinschaftsunterkünften berichtet. Dabei wurde wiederholt auf erhebliche Lücken in diesem Bereich verwiesen, die insbesondere in einigen Großstädten aufgetreten sein sollen. Die Situation im Landkreis Hildesheim stellt sich anders dar.

Die medizinische Versorgung der in den Notunterkünften im Landkreis wohnenden Flüchtlinge obliegt den jeweiligen Betreibern (Arbeiter-Samariter-Bund bzw. Johanniter-Unfall-Hilfe). Dies gilt auch für die Durchführung empfohlener Impfungen, die im Rahmen der in Kooperation mit in Krankenhäusern tätigen und niedergelassenen Ärzten durchgeführten Erstuntersuchung erfolgt. Kostenträger der medizinischen Versorgung und der Impfungen der Flüchtlinge ist die Niedersächsische Landesaufnahmebehörde (LABNi).

Die medizinische Versorgung und die Durchführung von Impfungen vom Land Niedersachsen der Stadt bzw. dem Landkreis Hildesheim zugewiesener Asylbewerber übernehmen in Stadt und Landkreis Hildesheim niedergelassene Ärzte. Kostenträger für im Gebiet der Stadt Hildesheim wohnende Asylbewerber ist die Stadt Hildesheim und für im Gebiet des Landkreises Hildesheim wohnende Asylbewerber der Landkreis Hildesheim.

Bundesweit einheitliches Impfkonzept

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat in Abstimmung mit der Ständigen Impfkommission (STIKO) ein Impfkonzept entwickelt, das zum Ziel hat, praktikabel und vorzugsweise allen Flüchtlingen ein Impfangebot zu machen. Vor jeder Impfung werden die Impflinge mit Unterstützung eines Dolmetschers über die zu verhütende Krankheit und die geplante Impfung aufgeklärt und die Impffähigkeit eingeschätzt. Das RKI stellt Informationsmaterialien einschließlich Einwilligungserklärung zu verschiedenen Impfungen in mehreren Sprachen im Internet zur Verfügung. Mit diesem Konzept versucht das RKI ein bundesweit einheitliches Vorgehen beim Impfangebot für Flüchtlinge zu erreichen.

Netzwerk Flüchtlinge-Hildesheim:

„Persönliches Engagement, enge Kooperation und eine zeitnahe Abstimmung“

Die von in einer Erstaufnahmeeinrichtung, Notunterkunft oder Gemeinschaftsunterkunft wohnenden Flüchtlingen und Asylbewerbern zu duldende Erstuntersuchung umfasst eine allgemeinärztliche Untersuchung, bei Personen, die mindestens 15 Jahre alt sind, zusätzlich eine Röntgenaufnahme der Atmungsorgane, sowie auf freiwilliger Basis die Durchführung von Impfungen. Bei schwangeren Frauen erfolgt neben der ärztlichen Untersuchung eine Blutentnahme mit sich anschließender serologischer Untersuchung des Blutes auf Antikörper gegen die über Tröpfcheninfektion leicht übertragbaren und potentiell schwer verlaufenden Erkrankungen Masern, Röteln und Varizellen. „Wir sind froh, dass wir bzgl. der medizinischen Versorgung der Flüchtlinge und Asylbewerber im Landkreis dank des hohen persönlichen Engagements und der Einsatzbereitschaft der Betreiber und der Ärzte sowie der guten Kooperation, des zeitnahen Austauschs und der gemeinsamen Abstimmung der medizinischen Versorgung im Netzwerk fluechtlinge-hildesheim bisher so gut aufgestellt sind im Landkreis“, so Dr. Maria Katharina Hüppe, Leiterin des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung. Vertiefende Informationen können auf der Website www.fluechtlinge-hildesheim.de abgerufen werden.