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(LK 11-3-005) Nicht erst seit dem AKW-Unfall von Fukushima ein Thema: Umweltschonende Energieerzeugung und der effizientere Umgang mit derselben ist beim Landkreis seit Jahren auf der Tagesordnung des Landkreises ganz oben. Mit voller Unterstützung des Kreistages ist die Kreisverwaltung seit Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts dabei, mit fortschrittlichen Technologien den Energieverbrauch und damit auch Kosten zu senken. Zurzeit weist gerade wieder eine Tiefbaumaßnahme in Kooperation mit EVi vor dem Kreishaus daraufhin, das hier eine Fernwärmeleitung gebaut wird, die zukünftig umweltfreundliche Energie zum Heizen nutzbar macht.
   Im Jahr ersetzt der Landkreis gegenwärtig über eine Mio. kWh elektrische Energie durch selbst erzeugte Energiemengen. Da der Landkreis pro Jahr für seine großen Gebäude rund 5,5 GWh (Gigawattstunden) Strom benötigt, werden schon ca. 18 Prozent der  benötigten Menge durch Eigenproduktion ersetzt. „Diese Mengen werden durch Photovoltaikanlagen auf Gebäuden oder durch die Block-Heiz-Kraft-Werke (BHKW) zum Beispiel im Kreishaus gewonnen“, so der Leiter des Fachdienstes Gebäudewirtschaft Dieter Wolff. Natürlich würden dadurch auch weitere Belastungen für das Klima (rund 757 Tonnen CO²) vermieden. Allein im Kreishaus wird die Wärme zukünftig in dem zu 70 Prozent klimaneutralen Heizkraftwerk der EVI erzeugt, statt als Energieträger Erdgas zu nutzen. Von den benötigten 1,5 Mio. kWh im Jahr für das Kreishaus, werden 400.000 kWh  im BHKW direkt vor Ort gewonnen. Der Rest von 1,1 Mio. kWH wird über das im Bau befindliche Fernwärmenetz durch das Holzkraftwerk der EVi  – 70 Prozent aus klimaneutralen Holzkesseln - zugeliefert.   
   Die Großabnahmestellen der Landkreis Liegenschaften haben pro Jahr einen Heizenergieverbrauch von rund 34 GWh. Davon werden zurzeit 7 Prozent der Gesamtverbrauchsmenge durch „eigen erzeugte Wärmemengen“ ersetzt, was ca. 502 Tonnen CO² pro vermeide. Die Gesamtvermeidung von CO² pro Jahr bei Strom und Wärme wird mit 1.259 Tonnen kalkuliert. „Das sind kleine Anfänge, aber wir gehen Stück für Stück voran“, so Landrat Reiner Wegner. Seit 1998 prüfe der Landkreis als Schulträger an allen Standorten die Heizsysteme auf ihre Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Insgesamt wurden seit 1998 Schulen an 18 Standorten einer näheren Untersuchung unterzogen. Manche auch mehrfach, da sich ja die technische Entwicklung und die Marktbedingungen laufend veränderten. Gehandelt werde nur, wenn sich aus der Sanierung/Umstellung nachhaltige Effekte auch für den Haushalt ergäben, so Wegner. 
    Teilweise wird auch die Kooperation mit Biogasanlagen in die Überlegungen einbezogen. So konnten an den Standorten der Haupt- und Realschule Söhlde (2006) und der Hauptschule Duingen (2010) eine Wärmeversorgung über Biogasanlagen realisiert werden. Photovoltaikanlagen (PA) gibt es am Kreishaus (2007), an der Fr.-List-Schule, Hildesheim, der BBS Steuerwald, der Michelsenschule (alle 2008), an den Haupt- bzw. Realschulen in Bockenem, Duingen, Ottbergen, Lamspringe und Söhlde (alle 2009).  Weitere Anlagen folgten 2010 an der Fachschule Holztechnik, den BBS Steuerwald, Rathausstraße und Sauteichsfeld (alle Hildesheim), sowie der Feuerwehr-Technischen-Zentrale Groß Düngen. Allein mit PA-Anlagen werden pro Jahr ca. 724.500 kWh/a (durchschnittl. Verbrauch pro Haushalt = 4.000 kWh) erzeugt.

Autor: Pressestelle