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(LK 11-3-06) Die Landesschulbehörde hat die Umwandlung der Haupt- und Realschulen in Bockenem, Lamspringe, Nordstemmen, Sarstedt und Söhlde in Oberschulen ohne gymnasiales Angebot zum 01.08.2011 genehmigt. Grünes Licht gibt es nach Mitteilung aus dem Kultusministerium auch für die Umwandlung der Harsumer Molitoris-Schule in eine Oberschule mit gymnasialem Angebot.
   Die Schulverwaltung des Landkreises hält es für erforderlich, für diese künftigen Oberschulen Schulbezirke zum nächsten Schuljahr einzurichten, die dieselben Gebiete umfassen, wie die bisherigen Schulbezirke der aufgelösten Haupt- und Realschule. Darauf hat die Kreisverwaltung im Vorfeld der Anmeldungen für das nächste Schuljahr hingewiesen.
   Ohne die Einrichtung von Schulbezirken besteht die Beförderungs- bzw. Erstattungspflicht des Trägers der Schülerbeförderung für den Weg zur nächsten Schule der von der Schülerin oder dem Schüler gewählten Schulform. Ohne die Festlegung von Schulbezirken ergäbe sich bei einzelnen Ortschaften im Kreisgebiet die Besonderheit, dass eine andere Oberschule die nächstgelegene wäre. Der Landkreis wäre verpflichtet, die Beförderung dorthin sicherzustellen. Das kann im Ergebnis dazu führen, dass die Beförderung per Taxi zu nicht unerheblichen Mehrkosten organisiert werden müsste.
   Deshalb erscheint es aus Sicht der Kreisverwaltung zwingend geboten, für die umgewandelten Oberschulen die Schulbezirke festzulegen, die für sie als Haupt- und Realschule bislang galten. So kann auf die vorhandenen Verkehrsstrukturen des Linienverkehrs und des Freistellungsverkehrs zurückgegriffen werden. Hinzu kommt, dass auch heute schon das heimische Taxigewerbe zu Schulanfangszeiten an Kapazitätsgrenzen stößt.
   Die Schulbezirke der Oberschulen wirken aber nur innerhalb dieser Schulform. Die Stadt Hildesheim richtet zum kommenden Schuljahr noch keine Oberschule ein. Als Folge können Schülerinnen und Schüler aus Hildesheim, wenn sie eine Oberschule besuchen wollen, zum Beispiel die nächste Oberschule in Harsum anwählen, sofern dort noch Schulplätze frei sind.