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(LK05-006-902) Der Internationale Frauentag am 08. März erinnert weltweit daran, dass die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen noch immer nur ein Ziel ist, auf das wir hinsteuern, aber noch längst nicht erreicht haben.

Obwohl Mädchen inzwischen bessere Schulabschlüsse als Jungen vorweisen können, wird in den Berufen, die Frauen auswählen, weniger verdient. Immer mehr Frauen sind erwerbstätig. 44 % der Erwerbstätigen sind Frauen und auch 2/3 der Mütter sind erwerbstätig. Aber Frauen verdienen als Angestellte noch immer 33 % weniger als Männer im Durchschnitt. Frauen sind im Bereich der Politik unterrepräsentiert, als Opfer häuslicher Gewalt sind sie mit über 90 % weit überrepräsentiert.

Benachteiligungen die teilweise auch versteckter wirken, werden nach und nach aufgespürt. So ist das Thema Benachteiligung von Frauen im Gesundheitswesen über Jahrzehnte ein Thema lediglich für Expertinnen gewesen, die sich dafür noch haben auslachen lassen müssen; heute hat sowohl die Wissenschaft als auch die Politik dies Thema aufgegriffen.

Die Gleichstellung zwischen Männern und Frauen ist also auf dem Weg politisches Alltagthema zu werden und hat sich in den letzten 94 Jahren, die der Internationale Frauentag begangen wird, zum Teil von der Straße weg hin in die Verwaltung und politischen Gremien verlagert. Das ist gut so und auch schlecht, denn ungelöst ist das Thema noch immer.

In Stadt und Landkreis Hildesheim wird der Internationale Frauentag in der Öffentlichkeit in diesem Jahr mit vielen Kulturveranstaltungen und Veranstaltungen zur Gesundheit begangen. Auf Einladung der Konferenz der kommunalen Frauenbeauftragten im Landkreis Hildesheim wird direkt am 08. März Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann zum Thema "Gleichberechtigung braucht Streiterinnen" sprechen.