Sprungziele
Seiteninhalt

Corona: Modellprojekt Impfung durch mobile Impfteams in den Gemeinden 22.01.2021


Logo Landkreis Hildesheim
Logo Landkreis Hildesheim

Derzeit sind die mobilen Impfteams weiterhin noch damit beschäftigt, die Bewohner und Beschäftigten der Heime für ältere und pflegebedürftige Menschen zu impfen. Die Erstimpfung verzögert sich aktuell, weil noch nicht absehbar ist, wann das Land Niedersachsen wieder Impfstoff nach Alfeld und Hildesheim liefern kann. Da das Land vorausschauend den Impfstoff für die Zweitimpfung zurückgehalten hat, kann es zumindest hiermit ab der nächsten Woche weitergehen.

Für viele 80-Jährige und Ältere, die gerade das Informationsschreiben der Gesundheitsministerin Reimann erhalten, stellt sich die Frage: Wie komme ich zum Impfzentrum?

Das Land Niedersachen hat sein Konzept ganz eindeutig auf die Komm-Struktur ausgelegt; das bedeutet, jeder soll – wie zu einem Facharztbesuch auch – mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen oder sich fahren lassen. Lediglich Personen, die gesundheitsbedingt auf einen Einzeltransport angewiesen sind, können sich von ihrem Hausarzt eine Transportbescheinigung ausstellen lassen und müssen dann selbst mit der Krankenkasse klären, ob der Transport von dort übernommen wird. So steht es in dem Anschreiben der Ministerin. Personen, die die Wohnung gar nicht mehr verlassen können, vertröstet Reimann auf den Sommer, wenn auch in Europa ein Impfstoff zugelassen ist, der keine durchgehende Kühlung benötigt und deshalb auch von den Hausärzten geimpft werden kann.

Nichtsdestotrotz macht sich die Hildesheimer Kreisverwaltung schon seit einigen Wochen Gedanken darüber, unter welchen Voraussetzungen die mobilen Impfteams auch immobile Impfberechtigte vor Ort in den Städten und Gemeinden impfen können. Aktuell gibt es hierzu konkrete Planungen mit der Stadt Sarstedt: von dort werden die Impfberechtigten angeschrieben und gebeten sich zu melden, wenn sie statt im Hildesheimer Impfzentrum in Sarstedt geimpft werden wollen. Sobald die Stadt Sarstedt eine ausreichende Anzahl von verbindlichen Anmeldungen und von allen Impfwilligen die erforderlichen Unterlagen vorliegen hat, meldet sie analog zu den Heimen Impfbereitschaft an das Impfzentrum und bekommt dann einen Termin mitgeteilt, wann die Impfung stattfinden kann. Die Räumlichkeiten, in denen die Impfung stattfinden soll, müssen entsprechend der Vorgaben des Landes hergerichtet werden; vergleichbar wie in den Heimen.

Das Modellprojekt kann frühestens in die Erprobungsphase starten, wenn im Februar / März alle Bewohner und Beschäftigten der Heime geimpft und auch genügend Impfstoff vom Land Niedersachsen geliefert wird, so dass auch die Impfzentren an den Start gehen können.