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(LKHi 13-03-014)  Immer mehr ist in den letzten Jahren zu beobachten, dass die Niederschläge über die Sommermonate zurückgehen. Die damit einhergehende Trockenheit macht es jedoch erforderlich, dass jeder Einzelne sein Verhalten der Umwelt anpasst. Um möglichen Gefahren einer länger anhaltenden Trockenperiode rechtzeitig vorbeugen zu können, wird die aktuelle Situation regelmäßig durch die Kreisverwaltung überwacht.
Wie auch schon in den vergangenen Jahren besteht im Kreisgebiet auch jetzt keine Gefahr in der Trinkwasserversorgung. Das meiste Trinkwasser wird aus dem Grundwasser bezogen. "Der Grundwasserspiegel wird durch die Trockenheit nicht so stark in Mitleidenschaft gezogen, wie der Wasserspiegel der offenen Gewässer, so Umweltdezernent Helfried Basse.

Keine Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern ohne Erlaubnis
Die Lage an den Bächen und Flüssen im Kreisgebiet ist hingegen schnell angespannt. Viele führen schon nach wenigen trockenen Tagen nur noch wenig Wasser. Die Situation kann sich zusätzlich verschärfen, wenn während der Trockenheit aus Gewässern, durch Abpumpen oder ein direktes Ableiten, Wasser entnommen wird. Basse weist daher darauf hin, dass die Entnahme von Wasser aus oberirdischen Gewässern durch Abpumpen oder Stauung nur zulässig ist, wenn dafür die ausdrückliche Entnahmeerlaubnis der Unteren Wasserbehörde erteilt wurde. An dieser Stelle sei besonders darauf hingewiesen, dass die Entnahme von Wasser aus einem oberirdischen Gewässer mit Pumpen ohne die erforderliche Erlaubnis der Unteren Wasserbehörde eine Ordnungswidrigkeit nach dem Wasserhaushaltsgesetz darstellt und mit einer Geldbuße bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann.
In Trockenzeiten sei die Entnahme zusätzlich untersagt, um die Bestände von Fischen und Kleinstlebewesen nicht zu gefährden. Selbst die Inhaber von Wasserrechten müssen entgegen den unter normalen Umständen erlaubten Entnahmemengen, Einschränkungen hinnehmen, so dass noch genug Wasser für Flora und Fauna im Gewässer verbleibt.
In Zeiten extremer Trockenheit ist es besonders wichtig, dass Wasserläufe nicht austrocknen. Gerade in Fließgewässern ist eine ausreichende Wassermenge von enormer Bedeutung, um ökologische Schäden zu vermeiden und die Selbstreinigungskraft des natürlichen Gewässers zu erhalten. "Wir appellieren daher an die Verantwortung jedes Einzelnen, Wasserentnahmen aus oberirdischen Gewässern im Sommer zu unterlassen", so Basse.

Waldbrandgefahr im Sommer erhöht
Daneben weist die Umweltverwaltung als Untere Wasserbehörde auch auf die Problematik der zunehmenden Brandgefahr im Sommer hin. Vertrocknete Gräser, Laub und Reisig können sich rasch entzünden und einen großflächigen Brand auslösen. Selbst ein kurzer Regenschauer kann die erhöhte Brandgefahr in Wald, Wiesen, Gräben und Feldern im Sommer nicht mindern. Der Fachdienst Umwelt bittet daher alle Besucher, die den kühlen Sommerwald genießen möchten, um erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit. Der Umweltdezernent weist darauf hin, dass in der Zeit von Anfang März bis Ende Oktober ein generelles Rauchverbot in den Wäldern besteht. Darüber hinaus sollten Waldbesucher außerhalb der ausgewiesenen Grillflächen kein Feuer entfachen und selbst auf Grillplätzen sollte darauf geachtet werden, dass kein Funkenflug entsteht und dass die Feuer nach Verlassen des Grillplatzes gelöscht werden. Auch beim Parken von Fahrzeugen mit Katalysator kann es auf trockenen Grasflächen zu Waldbränden kommen, da Katalysatoren schnell eine Hitze von mehreren hundert Grad entwickeln können. Waldbesucher sollten ihre Autos daher generell nur auf ausgewiesenen Parkflächen abstellen. Für Rückfragen stehen Matthias Bludau und Axel Dombrowski von der Unteren Wasserbehörde unter der Rufnummer 05121/309-4132 und 05121/309-4152 zur Verfügung.