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Uni übergibt Ergebnisbericht zu PIAF an Landrat 13.10.2011


Übergabe Ergebnisbericht zu PIAF
Übergabe Ergebnisbericht zu PIAF
(LKHi 11-4-037) Das das PIAF (Prävention In Aller Frühe) - Programm längst ein Erfolgsmodell ist, um Kinder in der frühen Entwicklungsphase zu unterstützen, insbesondere indem schulrelevante Entwicklungsschwierigkeiten präventiv und rechtzeitig vor Schulbeginn begegnet wird, ist kein Geheimnis mehr. Nicht ohne Grund hat der Landkreis dies in Freden und Alfeld gestartete Programm auf das gesamte Kreisgebiet ausgeweitet. Aber auch Gutes muss stets auf Optimierungsmöglichkeiten hin untersucht werden.
   Hier setzt der Fachbereich 1 (Kompetenzzentrum Frühe Kindheit) der Universität Hildesheim an. Unter Leitung von Prof. Dr. Peter Cloos und Miriam Sitter wurde jetzt Landrat Reiner Wegner der Evaluations-(Ergebnis-) Bericht im Kreishaus übergeben. Auf mehr als dreißig Seiten setzen sich die Wissenschaftler mit der aktuellen  PIAF-Situation kritisch auseinander. Untersucht wurden die elterlichen Beweggründe zur Teilnahme an PIAF genau so, wie die präventive Orientierung des Projektes. Ganz wichtig war dabei die Frage, der frühzeitigen, systematischen und interdisziplinären Zusammenarbeit. Um zu aussagekräftigen Ergebnissen zu kommen, wurde dazu zahlreiche Interviews mit Eltern und Kooperationspartnern (Kinderärzte, Jugendhilfestation, Frühförderstelle) geführt. 
   Die Kernaussage des Berichts ist  ermutigend: „Die vorliegenden Analysen zeigen, dass insbesondere Eltern PIAF als eine optimale Maßnahme zum Wohle des Kindes sowie zum verbesserten Kinderschutz sehen und diesbezügliche Vorhaben und Maßnahmen des Projektes befürworten“. Der Bericht formuliert aber auch konkrete Handlungsempfehlungen: Ein rein funktional orientiertes Bildungsverständnis wird kritisch gesehen, eine stärkere sozialpädagogische Perspektive (familiäre Situation, Spielfähigkeit, Selbständigkeit) ist notwendig. Im Audimax der Uni wurde der Bericht jetzt einem breiten Fachpublikum vorgestellt. Außerdem wurde in Workshops bearbeitet, wie und was zukünftig neu ausgerichtet oder besser gemacht werden kann. Mit Blick auf die in 2010 erfolgte Patentierung bleibt aber der Leitsatz für alle Veränderungen: "Nur wo PIAF® drauf steht, ist auch PIAF drin".