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Hochwasserschutzplanungen des Landkreises Hildesheim

Im Jahr 2007 gab es in der Region Hildesheim nach vielen unkritischen Jahren wieder ein erstes großes Hochwasserereignis, in dessen Verlauf insbesondere auch an der Innerste und ihrer Nebengewässer Pegelstände erreicht wurden, die es zuvor lange nicht gegeben hat. Die Kreisverwaltung nahm dieses Ereignis seinerzeit zum Anlass, Überlegungen für einen besseren Hochwasserschutz im Kreisgebiet anzustellen.

Ein weiteres großes Hochwasserereignis im Jahr 2013 und insbesondere das schwere, mit großen Überflutungen und Schäden verbundene Hochwasser im Juli 2017 haben gezeigt, wie wichtig Maßnahmen zum Schutz besonders gefährdeter Ortslagen, aber auch zum Rückhalt von Hochwasser sind.

Unabhängig von der Planung eigener Maßnahmen auf dem Gebiet des Landkreises Hildesheim hat sich der Landkreis Hildesheim nach dem Juli-Hochwasser 2017 zusammen mit dem Landkreis Goslar, der Stadt Hildesheim und der Stadt Salzgitter sowie später auch dem Landkreis Wolfenbüttel auf den Weg begeben, auch einen überregional wirksamen Hochwasserrückhalt für das gesamte Einzugsgebiet der Innerste zu realisieren. In der Folge ist hieraus der gemeinsam getragene Hochwasserschutzverband Innerste entstanden, der seinerseits eine größere Anzahl von Rückhaltebecken an der Innerste und der Nette plant. Informationen zu den einzelnen Projekten des Hochwasserschutzverbandes Innerste gibt es hier.

Erste bauliche Maßnahmen, die der Landkreis Hildesheim umsetzen konnte, waren die Rückverlegung und der Neubau eines Hochwasserschutzdeiches nahe der Ortschaft Heersum in der Gemeinde Holle, der Bau einer Hochwasserschutzanlage für die Ortschaft Hockeln und bauliche Maßnahmen zur Erschließung von Retentionsräumen an der Innerste zwischen Heersum und Listringen. Diese Maßnahmen wurden in den Jahren 2017 und 2018 durchgeführt.

Insbesondere seit dem Juli-Hochwasser 2017 sind eine Vielzahl weiterer lokaler Hochwasserschutz- und Rückhaltemaßnahmen und -planungen hinzugekommen, die der Landkreis Hildesheim zusammen mit und für seine kreisangehörigen Kommunen durchführt.

Die einzelnen Maßnahmen und Projekte haben sehr unterschiedliche Planungs- bzw. Realisierungsstände. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass eine Vielzahl von Faktoren den Fortschritt der Maßnahmen und Projekte beeinflussen bzw. auch verhindern können. Hierzu zählen vor allem sowohl die Verfügbarkeit von Finanz- und Fördermitteln, als auch von Planungskapazitäten bei den zu beauftragenden Inngenieur- und Planungsbüros. Ferner befinden sich die zur Umsetzung der Maßnahmen erforderlichen Grundstücksflächen im Regelfall in Privatbesitz.

Eine Übersicht über den Fortschritt der einzelnen Maßnahmen finden Sie in der Tabelle (Stand Juni 2024). Sie wird regelmäßig aktualisiert.