Den Risikofaktor positiv beeinflussen

Ein zu hoher Blutdruck ist ein weitverbreitetes Gesundheitsproblem. Man spricht von Bluthochdruck, wenn in der Arztpraxis mehrfach Werte von 140/90 mmHg oder höher gemessen werden. Laut dem AOK-Gesundheitsatlas waren im Jahr 2022 30 Prozent der über 19-Jährigen in Deutschland betroffen. Dabei nimmt das Erkrankungsrisiko mit zunehmendem Alter stetig zu. Da ein zu hoher Blutdruck im Alltag normalerweise keine großen Beschwerden verursacht, bleibt er oftmals lange Zeit unbemerkt und somit unbehandelt.

Dauerhaft erhöhter Blutdruck kann zu unterschiedlichen Folgeschäden der Organe führen. So stellt Bluthochdruck einen Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall dar. Weitere mögliche Folgeerkrankungen sind z. B. Herzinsuffizienz, chronische Nierenerkrankungen oder Durchblutungsstörungen.   

 Die Ursachen von Bluthochdruck sind sehr unterschiedlich. Neben der genetischen Veranlagung ist oftmals der Lebensstil entscheidend: Unter anderem befördern Übergewicht, wenig Bewegung, eine unausgewogene Ernährung oder viel Stress das Erkrankungsrisiko.   

Tipps zum Senken des Blutdrucks

Im Rahmen der Behandlung werden durch ärztliches Personal oftmals entsprechende Medikamente verschrieben. Ein erhöhter Blutdruck lässt sich aber auch auf natürliche Weise senken. Hintergedanke hierbei ist, einzelne Aspekte des Lebensstils, die Bluthochdruck begünstigen, umzustellen. Umgekehrt wirkt ein ausgewogener Lebensstil auch krankheitsvorbeugend.

Folgende Tipps können dabei unterstützen, den Blutdruck zu senken:

  • Viel Bewegung. Personen, die bereits an Bluthochdruck erkrankt sind, sollten sich insbesondere auf regelmäßigen Ausdauersport fokussieren. Typische Sportarten sind Joggen, Radfahren oder Schwimmen. Bei hochnormalem (130-139/85-89 mmHg) Blutdruck kann wiederum Krafttraining helfen, während bei normalem Blutdruck Yoga oder Pilates zur Vorbeugung dienen können.
  • Salz reduzieren. Größere Mengen Kochsalz wirken sich negativ auf den Blutdruck aus. Bei Bluthochdruck sollte man möglichst am Salz sparen. Verhältnismäßig viel Salz ist in Fertiggerichten, herzhaften Backwaren, Käse oder Fleischwaren enthalten. Beim Würzen können statt Salz oftmals Kräuter verwendet werden. Bei Getränken sollte darauf geachtet werden, dass diese möglichst wenig Natrium enthalten.
  • Kaliumreich essen. Kalium ist ein natürlicher Blutdrucksenker. Lebensmittel mit viel Kalium sind z. B. Bananen, Aprikosen, Grünkohl, Feldsalat, Pistazien oder Erbsen. Wichtig: Bei einer Nierenerkrankung sollte mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt Rücksprache gehalten werden.
  • Alkoholkonsum mäßigen. Regelmäßiger Alkoholkonsum führt zu einer dauerhaften Erhöhung des Blutdrucks. Am besten sollte ganz auf Alkohol verzichtet werden. Wer häufig Alkohol trinkt, sollte versuchen, seinen Konsum schrittweise zu reduzieren.
  • Stress abbauen. Andauernder Stress im Beruf oder im Privaten wirkt sich negativ auf den Blutdruck aus. Es ist wichtig, sich selber und anderen Grenzen zu setzen und weitere Verpflichtungen abzulehnen. Regelmäßige Pausen oder Entspannungsübungen können beim Stressabbau helfen, gleiches gilt für regelmäßige Spaziergänge oder Jogging.  
  • Gut schlafen. Wenig Schlaf erhöht den Blutdruck. Ausreichender und ruhiger Schlaf wirken sich positiv aus.


Stand März 2025 / Quellen: siehe Externe Links